Sabine Fischmann

Sabine Fischmann (* 1974 in München) ist eine deutsche Sängerin und Schauspielerin.

Sabine Fischmann

Leben

Bereits mit fünf Jahren erhielt sie ihren ersten Klavier- und Ballettunterricht. Während ihrer Schulzeit war Sabine Fischmann mehrfach erste Preisträgerin bei Jugend musiziert. 1994 erwarb sie in Erlangen das Abitur, anschließend studierte sie Klavier und Kammermusik bei Joachim Volkmann und Rainer Hoffmann. Es schloss sich ein extra für sie geschaffenes Aufbaustudium, bestehend aus Gesang und szenischer Darstellung, u. a. bei Maria Mucke und Berthold Possemeyer an. Im Juli 2002 beendete sie ihr Studium mit einem ersten eigenen Chanson-Programm: Chanson d’amour – ein Abend über die Liebe und andere Grausamkeiten.

Ihre erste Anstellung erhielt Sabine Fischmann als Korrepetitorin und musikalische Leiterin am Schauspiel Frankfurt (1994–1997). Daneben war sie Pianistin bei Anton Le Goff und Ulrike Neradt. Wiederholt wirkte sie bei SWR- und HR-Fernsehproduktionen mit. Auch für verschiedene Festivals für klassische und zeitgenössische Musik, u. a. die Salzburger Festspiele und das Rheingau Musik Festival, wurde sie engagiert.

Seit 2011 ist Fischmann Dozentin für Sprecherziehung und szenische Darstellung an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main.[1]

Produktionen als Sängerin und Darstellerin

Sie gehörte zusammen mit u. a. mit Anne Bärenz und Frank Wolff dem Neuen Frankfurter Schulorchester an. In der Inszenierung von Cabaret durch Willy Praml spielte sie die Sally Bowles. Zusammen mit Jo van Nelsen und Cornelia Niemann trat sie in den beiden Bad Vilbeler Burgfestspielproduktionen Wir richten scharf und herzlich und Bitte erschieß deinen Gatten auf. Im Sommer 2003 übernahm Sabine Fischmann die Titelrolle des Stückes Heute Abend: Lola Blau von Georg Kreisler unter der Regie von Jo van Nelsen bei den Burgfestspielen in Bad Vilbel.

Ihre erste CD Liebenslänglich erschien 2004.[2] Diese CD-Produktion bildete die Grundlage für ihr gleichnamiges Soloprogramm, das vom WDR, SWR und HR ausgestrahlt und 2006 für den Prix Pantheon nominiert wurde.[3] Weitere CD-Projekte waren u. a. Miss Marple und Frag alles, was du willst.[4]

Zusammen mit Michael Quast gestaltete sie die Produktion Don Giovanni à trois (2006), die zu den Salzburger Festspielen, nach Athen, Thessaloniki und in das Piccolo Teatro di Milano eingeladen sowie vom ZDF/3sat aufgezeichnet und mehrfach auf dem ZDFtheaterkanal ausgestrahlt wurde. Nachfolgeprogramme in gleicher Besetzung (mit wechselnder pianistischer Begleitung) waren Die Fledermaus à trois, Carmen à trois (Premiere: Mai 2014 in der Oper Frankfurt) und Im weißen Rössl à trois (Premiere 2017 in der Staatsoperette Dresden).[5][6] Mit Michael Quast und dem Ensemble Modern gestaltete sie 2020 eine Bühnenfassung des Struwwelpeter,[7] die auch von SWR2 als Hörspiel produziert wurde.[8]

Die Projekte Marilyn. Eine öffentliche Nervenprobe, Clara und Robert Schumann – Paartherapie und Florence Foster Jenkins – Die coole Sängerin gestaltete sie jeweils unter der Regie von Birgitta Linde mit dieser und Thorsten Larbig, sowie Pappsatt – ein 20-Gänge-Menü für 2 Stimmen, Gitarre, Klavier und Beilagen mit Ali Neander.

Zusammen mit dem Holzhausen-Quartett spielte sie Shakespeares Werke Ein Sommernachtstraum, Was ihr wollt und Viel Lärm um nichts sowie Goethes Faust als Kammermusical-Fassungen mit eigenen Texten.[9]

Projekte als Autorin und Regiearbeiten

Ihr soziokulturelles Projekt „Fremd sind wir eingezogen“ – Schuberts Winterreise mit Texten von Flüchtlingen und Heimatvertriebenen hatte 2015 in der Landesakademie Ochsenhausen Premiere.[10]

2015 schrieb sie die Kindermusicals Viva Musik und Happy Horses und führte Regie bei dem Crossover-Projekt Frauen-Liebe-Leben, sowie bei den Kinderopern Pinnochio und Till Eulenspiegel (Kleine Oper Bad Homburg). 2017 führte sie Regie bei der Stadtteiloper Sehnsucht nach Isfahan,[11] und 2018 realisierte sie Bad Vilbel – Das Musical mit Bürgerinnen und Bürgern der gesamten Stadt Bad Vilbel.[12][13]

Soziales Engagement

Zusammen mit Birgid Groscurth gründete Sabine Fischmann 2005 die Benefizreihe Musik hilft – Künstler begegnen sich für einen guten Zweck.[14]

Auszeichnungen

Für 2022 wurde Fischmann die Goetheplakette der Stadt Frankfurt am Main zugesprochen.[1]

Commons: Sabine Fischmann – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b Goetheplakette für Sabine Fischmann, Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt, Pressemitteilung vom 18. Juli 2022, abgerufen am 3. Oktober 2022.
  2. DNB 358869293
  3. Prix Pantheon – Alle Preisträger und Nominierten, pantheon.de, abgerufen am 3. Oktober 2022
  4. DNB 359294510
  5. Im weißen Rössl à trois, Künstlerhaus Mousonturm, abgerufen am 3. Oktober 2022
  6. Sabine Fischmann und Michael Quast spielen „Im Weißen Rössl à trois“ , taunus-nachrichten.de vom 14. März 2018, abgerufen am 3. Oktober 2022
  7. Der Struwwelpeter, volksbuehne.net, abgerufen am 3. Oktober 2022
  8. Hörspiel Der Struwwelpeter, SWR2 25. September 2022, abgerufen am 3. Oktober 2022
  9. Das Holzhausen-Quartett, tillkrabbe.de, abgerufen am 5. Oktober 2022
  10. Winterreise - Fremd sind wir eingezogen. In: Rottum-Bote, 11. November 2015, abgerufen am 3. Oktober 2022.
  11. Stadtteiloper „Sehnsucht nach Isfahan“. Ein gemeinsames Projekt der Henri-Dunant-Schule und des Kultur- und Förderkreises. In: .sossenheimer-wochenblatt.de, 14. Dezember 2017, abgerufen am 3. Oktober 2022
  12. BAD VILBEL Das Musical. kultur-bad-vilbel.de, abgerufen am 3. Oktober 2022
  13. Bad Vilbel - Das Musical. Eine Reise durch Bad Vilbel. musicalzentrale.de, abgerufen am 3. Oktober 2022
  14. Kronberger Kulturkreis wartet mit Programm in vielen Farben auf. In: Kronberger Bote, 30. Juni 2011, abgerufen am 3. Oktober 2022 (PDF).

Thomas Mann, Albert Schweitzer, Julius Petersen (1932) | William Butler Yeats (1934) | Georg Kolbe (1937) | Leo Frobenius (1938) | Anton Kippenberg (1939) | Hans Pfitzner (1940) | Friedrich Bethge (1941) | Wilhelm Schäfer (1943) | Otto Hahn (1944) | Franz Volhard, Gustav Mori, Franz Schultz (1947) | Georg Hartmann (1948) | André Gide, Adolf Grimme, José Ortega y Gasset, Gerhard Marcks, Friedrich Meinecke, Robert Maynard Hutchins, Victor Gollancz, Carl Jacob Burckhardt (1949) | Friedrich Dessauer, Friedrich Witz, Richard Merton, Alexander Rudolf Hohlfeld, Boris Rajewsky, Ernst Robert Curtius, Jean Angelloz, Leonard Ashley Willoughby (1951) | Bernhard Guttmann, Ludwig Seitz, John Jay McCloy (1952) | Max Horkheimer, Fritz Strich (1953) | August de Bary, Karl Kleist, Richard Scheibe, Rudolf Alexander Schröder (1954) | Andreas Bruno Wachsmuth, Fritz von Unruh, Ferdinand Blum, Paul Hindemith, Hanns Wilhelm Eppelsheimer (1955) | Peter Suhrkamp, Carl Mennicke, Josef Hellauer, Paul Tillich (1956) | Helmut Walcha, Kasimir Edschmid, Benno Reifenberg, Gottfried Bermann Fischer, Rudolf Pechel (1957) | Otto Bartning, Friedrich Lehmann, Werner Bock, Martin Buber, Helmut Coing (1958) | Cicely Veronica Wedgwood, Thornton Wilder, Herman Nohl, Jean Schlumberger, Sir Sarvepalli Radhakrishnan, Yasunari Kawabata (1959) | Alfred Petersen, Arthur Hübscher, Franz Böhm (1960) | Vittorio Klostermann (1961) | Edgar Salin (1962) | Theodor W. Adorno, Fried Lübbecke, Karl Winnacker (1963) | Harry Buckwitz (1964) | Carl Orff (1965) | Marie Luise Kaschnitz, Heinrich Troeger, Ferdinand Hoff (1966) | Carl Tesch, Werner Bockelmann, Wilhelm Schöndube, Wilhelm Schäfer (1967) | Kurt Hessenberg (1973) | Ljubomir Romansky, Waldemar Kramer (1974) | Albert Richard Mohr (1976) | Siegfried Unseld, Oswald von Nell-Breuning SJ (1977) | Paul Arnsberg (1978) | Wulf Emmo Ankel, Christoph von Dohnányi, Erich Fromm (postum verliehen 1979) (1981) | Horst Krüger, Walter Hesselbach, Rudolf Hirsch, Fuat Sezgin (1980) | Wilhelm Kempf, Sir Georg Solti (1981) | Leo Löwenthal, Bruno Vondenhoff (1982) | Harald Keller (1983) | Marcel Reich-Ranicki (1984) | Alfred Grosser (1986) | Joachim Fest (1987) | Jörgen Schmidt-Voigt (1988) | Dorothea Loehr, Alfred Schmidt, Dolf Sternberger (1989) | Eva Demski, Hilmar Hoffmann (1990) | Albert Mangelsdorff (1991) | Iring Fetscher, Willi Ziegler (1992) | Liesel Christ, Walter Weisbecker, Ludwig von Friedeburg (1994) | Heinrich Schirmbeck, Emil Mangelsdorff, Wolfram Schütte (1995) | Christiane Nüsslein-Volhard, Walter Boehlich (1996) | Walter H. Pehle, Hans-Dieter Resch (1997) | Anja Lundholm, Christoph Vitali, Peter Weiermair (1998) | Arno Lustiger, Johann Philipp von Bethmann (1999) | Karl Dedecius, Michael Gotthelf (2000) | Ernst Klee, Hans-Wolfgang Pfeifer (2001) | Horst-Eberhard Richter, Peter Eschberg, Heiner Goebbels, Oswald Mathias Ungers (2002) | Christa von Schnitzler, Albert Speer junior, Chlodwig Poth, Jean-Christophe Ammann, Franz Mon (2003) | Ferry Ahrlé, Monika Schoeller (2004) | Henriette Kramer, Gerhard R. Koch (2005) | Eliahu Inbal, Peter Iden (2006) | Thomas Bayrle, Carmen-Renate Köper (2007) | Frank Wolff, E. R. Nele (2008) | Peter Kurzeck, Rosemarie Fendel (2009) | Klaus Reichert (2010) | Hans-Klaus Jungheinrich, Dieter Buroch (2011) | Felix Mussil, Mischka Popp, Thomas Bergmann (2012) | Paulus Böhmer, Peter Cahn (2013) | Hans Traxler, Thomas Gebauer, Wilhelm Genazino (2014) | Martin Mosebach, Sven Väth (2015) | Tobias Rehberger, Bettina von Bethmann (2016) | Claus Helmer, Moses Pelham (2017) | Max Weinberg (posthum) (2018) | Bodo Kirchhoff, Effi B. Rolfs, Max Hollein (2019) | Silke Scheuermann, Burkard Schliessmann (2020) | Hans Zimmer, Sandra Mann (2021) | Sabine Fischmann, Volker Mosbrugger (2022) | Anne Imhof, Michel Friedman (2023) | Margareta Dillinger, Bernd Loebe (2024)

Normdaten (Person): GND: 128551070 (lobid, OGND, AKS) | VIAF: 25658901 | Wikipedia-Personensuche
Personendaten
NAME Fischmann, Sabine
KURZBESCHREIBUNG deutsche Sängerin und Schauspielerin
GEBURTSDATUM 1974
GEBURTSORT München